Enter Slide 1 Title Here

Enter Slide 2 Title Here

Enter Slide 3 Title Here

Samstag, 9. Januar 2010



Although I want to
I cannot cry
my soul is numbed
as is my body
I am unable to feel
myself anymore
I lost myself
in the desire
I feel for you
too late recognizing
it is not the same
we talk about
that we do not feel
in the same way
about each other
I am lost somewhere
between you and me,
dark and light,
heaven and hell.
**
The sun is setting,
light is fading
as is my soul.
**
You left me dead,
you disemboweled me,
and left me lying in the dirt.
**
You trempled on my empty body,
you whiped my empty shell.
**
I cannot scream
I cannot cry
I cannot even say 'good bye'
**
There is just one thing I can do:
And that is
Die

EVÖ: 21.10.2008
Ich bezeichne mich selber gerne als Chaos Queen. Auch heute noch, obwohl es vor ein paar Jahren um einiges schlimmer war. Hier mal eine kleine Episode aus meinem täglichen Lebenschaos:
Mein Gott war ich froh als ich diese Schuhe entdecke. Es war genau so wie es sein sollte: Rein in den Laden, Schuhe gesehen, anprobiert, gekauft. Schöne lila-blaue Schuhe von Aces London. Sie sind sehr bequem und ich kann toll darin laufen. Wie dem auch sei, nach zwei Wochen fiel mir auf, dass sich die Sohle vom Rest des rechten Schuhs löste. Zum Glück hatte ich noch den Kassenzettel (Improvement Number 1: vor ein paar Jahren hätte ich den garantiert nicht mehr gefunden). Also nahm ich mir vor morgens noch früher aufzustehen und die Schuhe zu reklamieren – das brauchte eine Woche genaue Planung, immerhin musste ich mir überlegen was ich in welche Reihenfolge an dem Tag machen wollte. An dem besagten Tag krümelte ich mich also gegen 7.30 Uhr aus dem Bett, duschte, frühstückte und legte meine Schuhe in einer Tüte neben die Tür. Um den Bus noch zu bekommen, musste ich mich ein wenig beeilen. Unten erinnerte ich mich dann daran, dass ich den Müll oben vergessen hatte…aber der konnte auch noch warten; hauptsache ich hatte bald wieder bequeme Schuhe. Der Bus kam, ich rein in den Bus – und nach der zweiten Bushaltestelle ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: ich hatte die Schuhe in meiner Wohnung liegen lassen (Improvement Number 2: früher wäre mir das erst im Laden aufgefallen). Ich also raus aus dem Bus, zu Fuß nach Hause, hoch in den 4. Stock gejagt und mir die Schuhe gekrallt. Ach ja, und den Müll natürlich auch. Wieder runter, ab in den Hof und die Tüte in den gelben Container geworfen – leider war es die falsche Tüte (Improvement Number 3: in der Vergangenheit hätte ich mit der Tüte Müll im Schuhladen gestanden). Und wie es das Schicksal so wollte war der Container am Vortag geleert worden, so dass meine geliebten Schuhe ganz unten lagen. Ich hatte mehr Glück als Verstand, dass der Container nicht auf mich rauf gefallen ist, als ich mit Beinen in der Luft und dem Oberkörper im Container hängend nach meinen Schuhen fischte – hoffentlich hat mich keiner gesehen, muss ziemlich komisch ausgesehen haben. Von da an tauchten keine weiteren Probleme auf – rein in den Bus, raus aus dem Bus, rein in den Laden, Schuhe abgegeben (wurden zum Schuster gebracht), wieder raus aus dem Laden…als Abholschein sollte ich den Kassenzettel wieder mitbringen, den ich mir pflichtbewusst an meinen Kühlschrank magnetierte. Ein paar Tage später wollte ich die Schuhe abholen. Als ich schon im Laden stand – ihr habt es bestimmt schon erraten – fiel es mir abermals wie Schuppen von den Augen: der Kassenzettel aka Abholschein magnetierte noch immer an meinem Kühlschrank. Die nette Verkäuferin weigerte sich standhaft mir meine geklebten Schuhe ohne Abholschein auszuhändigen – und das obwohl ich ihr die Schuhe genau hätte beschreiben können…also ich wieder nach Hause, hoch in den 4. Stock, den Abholschein vom Kühlschrank gerissen und wieder zum Schuhladen (ein Weg dauert ca. 15 Minuten). Die nette Verkäuferin hat auf den ach so wichtigen Abholschein einen Miniblick geworfen, ist dann nach hinten gegangen und ewig nicht wiedergekommen. Sie hat mit ihren Kolleginnen im Lager bestimmt noch Kaffe getrunken und Kuchen gegessen. Ich hatte mich gerade entschieden ihr hinterher zu gehen und sie anzukeifen, dass ich auch noch andere Sachen zu tun hätte als darauf zu warten, dass sie endlich mal das tut, wofür sie bezahlt wird, als sie in Zeitlupentempo auf mich zukam – aber immerhin hatte sie meine geliebten Schuhe dabei…jetzt kann ich wieder mit meinen blau-lila Schuhen durch mein Chaosleben gehen…
Nebenbei: die Vorgänger waren rot – und nach 3 Jahren so ausgelatscht und kaputt, dass ich mir neue Schuhe leistete (eben die besagten lila-blauen) – meine Mutter hatte mir allerdings verboten die roten im Garten zu beerdigen…ich trauere noch immer.

EVÖ: 15.09.2008
Es steht gerade kritisch um mich - und zwar verdammt kritisch!!! In regelmäßigen Abständen bekomme ich ein bestimmtes Gefühl; dieses Gefühl ist verbunden mit kleinen Stimmen in meinem Kopf. Und diese Stimmen sagen mir: "Weg, nur weg hier...ohne jemandem Bescheid zu sagen...einfach abhauen...Sachen packen, rein in einen Zug und auf nimmer wieder sehen verschwinden..." Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt - ein bisschen jedenfalls. Viel weiter als bis zu der Überlegung, welche Sachen ich mitnehme, bin ich noch nicht gekommen... Jetzt habe ich aber schon den umständlich versteckten Trekkingrucksack aus dem Versteck geholt...und der schaut mich jetzt an...und die Stimmen brabbeln trotz nebenbei laufendem Tatort weiter...

Wo will ich hin? Dänemark - Dänemark wäre schön. Da sind wir oft hingefahren als ich noch klein war und unsere Familie noch eine Familie a la Vater, Mutter, 2 Kinder waren. Ich habe oft auf meinem Bett gestanden, aus dem Fenster geschaut wenn es schon/noch dunkel war und dem Leuchtturm zugeschaut - dabei habe ich meine kleinen Hände an die kalte Scheibe gedrückt...meist sind wir im Herbst gefahren. Die langen Spaziergänge am Strand mit Mama, Papa und meiner kleinen Schwester - wie sehr ich das vermisse. Manchmal würde ich am liebsten aufhören zu reden, einfach mal die Klappe halten...und das obwohl ich gerne rede...
Ich verstecke jetzt lieber den Rucksack wieder, sonst gewinnen die Stimmen...

EVÖ: 2008

Sonntag, 3. Januar 2010

„Letztes Spiel?“ frage ich. Meine Mitspielerinnen nicken. Sofort schweifen meine Gedanken ab, als ich meinen Zug durch das Ablegen einer Zwölf beende. Sie drehen sich nicht um die vergangenen Tage, nicht um das vergangene Jahr, nicht um die bevorstehende Rückreise oder um die Planungen für die nächsten Wochen. Sie drehen sich auch nicht um die aktuellen Nachrichten, seien sie nun Wirtschaftskrise, Terrorismus, Krieg oder Steuerentlastungen. Ich denke auch nicht an eine bestimmte Person oder bestimmte Personen, nicht an einen Film, nicht an ein Buch, nicht an eine schöne Landschaft. In dem Moment, in dem ich meine Gedanken nicht mehr fest auf eine Sache konzentriere, beginnen sie einfach, davonzulaufen. Ohne Ziel, ohne Zwischenhalt, abwärts. Wie ein Felsbrocken, der auf der Spitze eines Berges ins Rollen kommt und unaufhaltsam hinabstrebt, auf eine Schlucht zu, die keinen Boden hat. Wie ein Raumschiff, das sich im Gravitationsfeld eines schwarzen Lochs verfangen hat und unaufhaltsam ins Nichts gezogen wird. Ich bin der Kommandant des Raumschiffs, ich kämpfe gegen den Sog an, doch mehr und mehr geht mir der Treibstoff aus. Das Ende ist nah.

„Du bist dran.“ ertönt es neben mir. Ich fange mich wieder und schaue auf den Tisch. Ein paar Karten sind hinzugekommen, doch für mich hat sich nichts an der Situation geändert. Ich ziehe eine weitere Zwölf, die ich nicht gebrauchen kann und lege sie gleich wieder ab.

Sofort ist das schwarze Loch wieder da und reißt an meinen Gedanken. Warum kämpfe ich überhaupt dagegen an? Eine Kapitulation bringt Ruhe und Frieden, eine Abkürzung ins Glück. Es war einfach zu viel in den letzten Tagen, die Anstrengungen fordern ihren Tribut. Es war nicht körperlich anstrengend, sondern sozial anstrengend. Nicht, dass ich nicht gerne mit Menschen zusammen wäre, aber ich brauche einen Rückzugsraum. Ein paar Stunden Frieden, in denen ich machen kann, was ich will, ohne Erklärung, ohne Nachfrage. Ohne Kommentar. Das muss nicht jeden Tag sein. Einmal in der Woche reicht. Aber nach zwei Wochen sind meine Kraftreserven einfach erschöpft. Es fängt ganz langsam an: Ich rede weniger. Meine Antworten werden kürzer. Sie werden auch leiser und gehen irgendwann in ein Brummen über. Ich werde denkfaul: Was Nachdenken erfordert, erscheint plötzlich besonders unattraktiv. Ich sehe mich nach einem niveaulosen Film, den ich gemeinsam mit einer Flasche Bier im halbdunklen Zimmer ansehen kann. Nach einem Donald-Duck-Comic auf der Toilette. Oder nach einem Gruselhörspiel-Marathon, den ich von abends acht bis mittags vierzehn Uhr im Bett absolviere.

Kurz gesagt: Ich bin oversocialized. Es war einfach zu viel. Nein, nicht zu viel: Es war einfach zu wenig. Zu wenig Einsamkeit. Oder auch Zweisamkeit. Auf jeden Fall nicht Drei- oder Mehrsamkeit. Es spielt auch keine Rolle, dass die Leute um mich herum alle nett sind und wir Spaß haben – völlig egal. Einfach nur Ruhe.

„Du bist dran.“ ertönt es wieder neben mir. Ich ziehe eine Karte und tatsächlich: Jetzt kann ich die Karten auf dem Tisch so anordnen, dass eine meiner Mitspielerinnen diese Runde, spätestens nächste Runde fertig werden müsste. Nur auffallen sollte die Manipulation nicht.
Liebe Besucher,

bald werden hier Texte von uns zu finden sein!

Popular Posts

Follower